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Rezension “Die Herzogin der Bloomsbury Street”

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Titel: Die Herzogin der Bloomsbury Street
Originaltitel: The Duchess of Bloomsbury Street
Autor: Helene Hanff
Verlag: Atlantik
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 208
ISBN: 978-3455600223
Format: Gebunden

Inhalt: Hanffs Tagebuch ihrer ersten London-Reise ist genauso charmant und liebenswert. Für einige Wochen wird die literaturbesessene Amerikanerin in London zur gefeierten “Herzogin” und genießt Interviews, Einladungen und Ausflüge nach Stratford-upon-Avon. Sie ist hingerissen von dem Land Shakespeares, Dickens’ und John Donnes, wirft jedoch auch einen augenzwinkernden Blick auf London und seine Bewohner.

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Meinung: “Schreib Tagebuch, sonst wirst du dich hinterher an nichts mehr erinnern.” Das raten Helenes Freunde ihr und weil sie sich diesen Rat zu Herzen genommen hat, existiert dieses Buch.

Zwanzig Jahre lang hat es gedauert, dass Helene Hanff endlich ihre Reise nach London antreten konnte. Zwanzig Jahre lang hat sie geträumt und gehofft und gespart, aber immer kam ihr etwas dazwischen. Nachdem ihr Buch “84, Charing cross road”, in dem sie ihren Briefwechsel mit Antiquar Frank Doel gesammelt hat (Rezension hier), aus ihr unerfindlichen Gründen auf den Bestsellerlisten gelandet ist, hat sie endlich die Gelegenheit London und die Menschen zu besuchen, die sie bis dato nur aus Briefen kannte.

“Die Herzogin der Bloomsbury Street” beginnt mit Helene Hanffs Anreise nach London und endet mit ihrer Abreise. In Tagebucheinträgen erzählt sie von ihrem Aufenthalt, von den Menschen, die sie trifft, von den Interviews, die sie im Zuge der Promotion für ihr Buch gibt. Sie erzählt von der Stadt, die sie schon immer sehen wollte, von all den Sehenswürdigkeiten und Orten, die sie schon immer besuchen wollte und den Menschen, die ihr, ohne sie jemals getroffen zu haben, ihre Hilfe oder Essenseinladungen anbieten.

Das Buch ist eine würdige Fortsetzung zu “84, Charing cross road”, wenn auch anders. Es hat allerdings die gleiche liebenswürdige Art, einen ähnlichen Ton und übermittelt die selbe Leichtigkeit und Freude.
Ich habe London schon selbst besucht und habe mich immer gefreut, wenn Straßennamen, Stadtviertel oder Sehenswürdigkeiten vorkamen, die ich bereit in Natura gesehen habe. Es war so schön mit anzusehen, wie Helene London erfährt. Ich habe mich beim Lesen unglaublich gefreut, dass sie es endlich geschafft hat, nachdem sie so lange davon geträumt hat.
Wenn einen ein Buch und die (echten) Menschen, um die es geht, so abholen kann, dann weiß man, dass man ein gutes Buch gefunden hat. Ich empfehle es allen, die “84, Charing cross road” gelesen haben (und nicht genug bekommen können) und auch allen anderen, denen nach einer herzerwärmenden, liebenswürdigen Geschichte ist, die einen Ausschnitt aus einem echten Leben zeigt.

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