Allgemein · Rezensionen

Rezension „Wer Furcht sät“

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Titel: Wer Furcht sät
Originaltitel: The hanging club
Autor: Tony Parsons
Reihe: Max Wolfe #3
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-404-17442-3
Format: Klappbroschur

Inhalt: In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden?

Meinung: Ich habe dieses Buch bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und bin froh, dass ich es so bald nach dem zweiten Teil gelesen habe.

Im Gegensatz zum Vorgänger beginnt das Buch viel moderater und obwohl natürlich schrecklich, war es nicht so grausam, dass sich mir der Magen umgedreht hätte. Irgendwie bedeutete das aber auch, dass ich mich auf weitere Leichen freute, weil dann wenigstens ein bisschen Nervenkitzel aufkam. Erst gegen die Mitte des Buches wurde es so richtig spannend. Ab da konnte mich das Buch gut unterhalten und mich auch zum Nachdenken zwingen und vor allen Dingen die letzen hundert Seiten waren den meiner Meinung nach eher langsamen Einstieg auf jeden Fall wert.

Inzwischen habe ich das Gefühl besser mit den Figuren klar zu kommen, auch wenn mir manche Handlungen einfach nicht in den Kopf wollen oder nicht logisch erscheinen.
Der Autor geht gewohnt brutal mit seinem Ermittlerteam um, als wolle er uns mit der Nase darauf stoßen, dass die Welt nicht gut und schön ist. Ist das seine Art seine Figuren demütig zu halten? Ich weiß es nicht. Ich bin auch nicht unbedingt damit einverstanden, weil ihm dann irgendwann keine Figuren mehr übrig bleiben werden. Aber das liegt natürlich nicht an mir, das zu entscheiden.

Erstaunt hat mich, wie gut der Autor mit dem Thema der Selbstjustiz umgegangen ist. Obwohl er es nicht verherrlicht, zeigt Parsons doch, dass das Verlangen nach Gerechtigkeit oder guter, alter Rache in jedem von uns drinsteckt und dass die Motive der Täter auch von jenen nachvollzogen werden können, die sie in jeder Hinsicht verdammen müssten. Man kann die Taten verstehen, was durchaus erschreckend ist.

Überrascht hat mich auch die Auflösung des Falles. Im Nachhinein erscheint mir die Identität der Täter logisch, dennoch handelt es sich hier um einen dieser seltenen Krimis, bei denen ich nicht einmal eine Vermutung anstellen hätte können. Vielleicht weil ich gar nicht davon ausgegangen bin, dass die Täter überhaupt geschnappt werden.

Alles in allem konnte  mich das Buch nach einem nicht ganz so starken Anfang doch noch überzeugen. Das doch etwas ungewöhnliche Thema des Buches wurde sehr gut aufgearbeitet und mich davon überzeugt auch in Zukunft zu Bänden der Reihe zu greifen.

 

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7 Kommentare zu „Rezension „Wer Furcht sät“

    1. Hallo, Fraggle!
      Vielen Dank. Ich hab zwar noch kein einziges Buch von Eschbach gelesen, aber ich werde vielleicht mal einen Blick drauf werfen. Behalt das hier ruhig im Hinterkopf. Vielleicht findet sich irgendwann eine Gelegenheit. 🙂
      LG, m

      Gefällt 1 Person

  1. Ja was schreibe ich denn jetzt…mag ich doch gern.
    Hallo liebe M 😉 (der Anfang wäre gemacht^^)
    Nach deiner Rezension zum zweiten Teil war die Reihe für mich eigentlich raus.
    Doch nun schreibst du hier so zwei, drei Dinge, die mich neugierig machen.
    Wäre es denn ratsam, die Vorgänger gelesen zu haben ?
    Liebste Grüße, Hibi (die hofft, dass es dir gut geht?!)

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo, Elli!
      Ich bin bei diesen Büchern immer sehr hin und her gerissen. Auf der einen Seite findet der Autor immer gute Themen und es lässt sich schnell lesen, auf der anderen Seite sind immer Sachen dabei, die ich unlogisch finde oder die mir aus einem anderen Grund nicht gefallen.
      Es wäre interessant zu wissen, was du von dem Buch hältst. Sag Bescheid, wenn du dich dazu entschließt es zu lesen, dann können wir diskutieren. 🙂
      LG, m

      Gefällt 1 Person

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