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BUECHER ZUR FREIN ENTNAME

Als ich gerade auf dem Heimweg durch die Stadt gewesen bin, habe ich ihn gesehen: einen giftgrünen Wäschekorb zur Hälfte mit Büchern gefüllt. Am Gehsteigrand vor einem Friseurgeschäft. Ein handgeschriebener Zettel war drangeklebt, auf dem mit rotem Filzstift „Buecher zur frein Entname“ stand.

Leute, das sind die Wörter,  mit denen ihr einen bibliophilen Menschen dazu bringt euch bis ans Ende der Welt zu folgen. Ich musste mir den Wäschekorb einfach genauer anschauen. Was hättet ihr denn getan?

Jetzt ist es momentan eigentlich so, dass ich gar kein Bedürfnis habe, mir neue Bücher zu kaufen. Ich bin zufrieden mit denen, die in meinem Regal stehen und die mir alle laszive Blicke zuwerfen, mit den Seiten winken und mir ihre bunten Buchrücken entgegen strecken. (Fast schon unfassbar, ich weiß. Vielleicht bin ich krank.)

Aber an diesem Wäschekorb bin ich einfach nicht vorbei gekommen. Es lagen sogar ganz interessante Sachen drin. „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer, aber das habe ich schon. Ein fettes Buch von Murakami, dessen Titel ich mir leider nicht gemerkt habe und das mich auch nicht sonderlich interessiert hat. Ein Buch von Reinhold Stecher, das im Neupreis für diese Seitenanzahl eigentlich recht teuer ist. Und noch ein paar andere.

Mitgenommen habe ich dann „Ein echter Schatz“ von Janet Evanovich. Es ist wegen der Luftfeuchtigkeit ein wenig aufgebogen und die eine oder andere Seite war geeselsohrt, aber ansonsten in einem guten Zustand. Ich musste diesem armen vernachlässigten Buch, das da auf der Straße um sein Überleben kämpfte, einfach ein neues Zuhause geben. Außerdem ist es ein Buch von Janet Evanovich. Ein Stephanie-Plum-Roman! Muss ich noch mehr sagen? Ich hatte so oder so vor, die Reihe mal weiterzuführen und spätestens vor Sommerbeginn einen neuen Band gekauft. Bitte. Versteht mich doch!

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8 Kommentare zu „BUECHER ZUR FREIN ENTNAME

    1. Hallo, Anna!
      Schön, dass ich dich zum lachen bringen konnte. 🙂
      Ein Wäschekorb voller Bücher wäre jetzt auch nicht das gewesen, was ich heute beim Aufstehen von diesem Tag erwartet hätte. Aber es ist irgendwie nett, dass sie die Bücher rausgestellt haben, damit man sie nehmen kann. Meinen Tag haben sie damit sicherlich verschönert.
      LG, m
      PS. Manchmal verstecken sie sich auch in Bananenkisten. Vielleicht findest du ja so eine. 😉

      Gefällt 1 Person

    1. Ich möchte auch unbedingt mal eines seiner Bücher lesen, bin mir aber nicht sicher, welches. Das Murakami-Exemplar war leider in keinem guten Zustand mehr, deshalb habe ich es dann auch nicht weiter beachtet. 🙂
      LG, m

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