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Rezension „Heldentage“

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Titel: Heldentage
Autor: Sabine Raml
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 304
ISBN: 978-3453269606
Format: Gebunden

Inhalt:

Das Leben der 15-jährigen Lea ist nicht perfekt. Es ist nicht mal besonders schön. Sie hat Asthma und eine alkoholabhängige Mutter und muss eine Klasse wiederholen, weil sie zu viel Unterricht verpasst hat. Außerdem ist ihre Beziehung mit Lenny kaputt/vorbei. Auf der anderen Seite hat sie eine beste Freundin und die Sommerferien stehen vor der Tür. Da muss doch was zu machen sein…

Meinung:

Es ist mir immer ein wenig unangenehm, wenn ich ein Buch schlecht bewerten muss. Sicherlich hat der Autor viel Arbeit und Liebe in sein Buch gesteckt und das sollte man würdigen, egal, ob einem das Buch nun gefallen hat oder nicht. Also würdige ich das. Das ist allerdings auch eines der einzigen positiven Dinge, die ich über das Buch sagen kann.
Ich habe von Anfang an keinen guten Draht zu dem Buch. Ich mochte den Stil nicht, ich mochte die Protagonistin nicht, ich bin mir selbst jetzt am Ende nicht sicher, was der rote Faden war.
Die Hauptfigur Lea, Spaghetti genannt, erzählt die Geschichte. Sie erzählt was gerade so passiert und was sie sonst so beschäftigt (Lenny). Offenbar hat sie igendein gesundheitliches Problem, aber es wird immer nur darüber geredet und angedeutet, was mit der Zeit ziemlich nervig ist. Irgendwann in der Mitte des Buches erfährt man, dass sie offenbar an Asthma leidet.
Das Ganze ist in nervigem Jugendslang geschrieben. Ich weiß, dass dies ein Versuch ist, der Zielgruppe das Buch näher zu bringen und Lea echter erscheinen zu lassen, aber ich komme nicht drum herum zu sagen, dass es niemanden umbringen würde, wenn man in die Sätze ein Subjekt einbauen würde. Überhaupt werden manche Sätze nicht beendet oder ineinander verschoben. Manche Sätze kann man getrost übersehen.
Lea macht oft seltsame Gedankensprünge, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Was in diesem Fall wirklich nichts Positives ist, da ich die Königin der seltsamen Gedankensprünge bin. Ich kann zu so ziemlich allem eine Verbindung herstellen und dass ich hier aber nicht weitergekommen bin und oft nur noch verwirrt war, sagt schon irgendwie einiges aus.
Irgendwann habe ich Lea allerdings nur noch bemitleidet, was wohl bedeutet, dass man doch irgendwie einen Zugang zur Protagonistin finden kann.
Positiv ist wohl auch, dass das Buch sich relativ schnell lesen lässt. Ich habe nur wenig Zeit gebraucht, um es durchzulesen. Manche kleine Details, die beschrieben werden, sind sogar ganz nett. Leider kann mich das auch nicht versöhnlich stimmen.
Ich bin der Meinung, dass das Buch für eine sehr eingeschränkte Zielgruppe gedacht ist und das dieser Zielgruppe das Buch sogar gefallen könnte. Ich für meinen Teil gehöre definitiv nicht in diese Zielgruppe und hätte meine Lesezeit vielleicht besser genutzt.

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5 Kommentare zu „Rezension „Heldentage“

  1. Hallo m 😉
    Hach was soll ich hier nur schreiben ? Zwischen „ein ganz besonderes Buch“ bis hin zu „enttäuschend“ war bisher alles dabei, wenn ich Rezensionen dazu gelesen habe. Schon durch diese war das Buch für mich raus und du unterstreichst mit deiner Meinung diese Entscheidung, da ich nicht glaube, zu dieser besagten Zielgruppe zu gehören.
    Danke für deine ehrliche Rezension.
    Liebst,
    Hibi

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo, liebste Hibi!
      Das Buch war definitiv nichts für mich. Irgendwann hatte ich nur noch das Bedürfnis, die Protagonistin anzuschreien. Nun, wenigstens habe ich jetzt schon das erste Buch für die Flop 2016-Liste. 😉
      LG, m

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