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Montagsfrage

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Hallo, ihr Lieben! Heute ist Montag und an diesem wundervollen Tag ist es mal wieder Zeit für eine Montagsfrage von unserer lieben Svenja.

Wie steht ihr zu Anfragen und dem unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?

In meiner Buchhandlung lief das immer so ab: Die Verlagsvertreter geben sich zweimal im Jahr (im Frühling und im Herbst) die Klinke in die Hand, um die neuesten Bücher ihres Verlags anzupreisen und uns zu überreden, möglichst viele davon zu bestellen. Im Vorfeld erhielten wir immer kartonweise Vorschauen und Leseexemplare. Ach, das war die schönste Zeit im Jahr. Ein bisschen wie Weihnachten. Wenn die bunten Kartons von btb oder Loewe oder sonst wem vom Postfahrer hereingekarrt wurden, war nichts anderes mehr wichtig. 🙂 Wir haben pflichtschuldig alle Leseexemplare gestempelt und in unser windschiefes Regal geordnet und uns später darüber hergemacht. Das ist wohl der Grund, warum mein SuB so hoch ist. Ein großer Teil davon besteht aus Leseexemplaren, die ich noch nicht gelesen habe. Hier war nie der Sinn, dass wir die Bücher rezensieren, sondern dass wir sie lesen und möglichst viele davon bestellen.

Seit ich blogge, habe ich noch kein einziges Leseexemplar angefordert oder unaufgefordert zugeschickt bekommen. Klar, manchmal mache ich auf Lovelybooks bei Leserunden mit, aber das ist etwas anderes. Ich fühle mich bei sowas auch nicht sonderlich wohl. Ich will nicht um Bücher fragen und nichts dafür zurückgeben. Das ist, als würde ich den Bäcker um die Ecke um einen Laib Brot fragen und nichts dafür bezahlen wollen. Was das angeht bin ich irgendwie sensibler geworden. Der Autor hat viel Arbeit in sein Buch gesteckt und will ja auch davon leben. Und das soll er ja auch. Wenn wir die Bücher nicht kaufen, dann würden die kleinen Indiautoren verschwinden und viele, viele tolle Geschichten würden vielleicht niemals erzählt. Zumindest sehe ich das so. Nicht dass ich mich nicht über ein Leseexemplar freue. Aber ich fühle mich gut bei dem Gedanken, dass ich die Autoren und den Verlag wenigstens ein bisschen unterstützen kann, indem ich das Buch kaufe. 🙂

 

 

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14 Kommentare zu „Montagsfrage

  1. Huhu 🙂

    Ganz so streng sehe ich das nicht, denn ich empfinde es schon so, dass Verlage und Autor_innen für das Ausgeben von Rezensionsexemplaren etwas zurückbekommen: PR. Wenn Blogs eine gewisse Reichweite haben, kann eine positive Rezension einige Leser_innen davon überzeugen, ein Buch zu kaufen. Ich frage dementsprechend schon hin und wieder Bücher an. Allerdings schreibe ich dafür keine Mails, ich handhabe das über die Verteiler von Verlagen oder über Portale wie Netgalley oder das Bloggerportal von Random House. Ich sehe darin eine gute Möglichkeit, Autor_innen und Geschichten kennenzulernen, die mir sonst vielleicht nie begegnet werden.
    Allerdings würde ich nie mehr anfragen, als ich bewältigen kann und auch niemals ein Buch, das mich nicht wirklich interessiert. Das ist eine Frage der Ethik. 🙂

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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    1. Hallo, Elli!
      Ich habe das mit dem Bloggerportal heute schon mehrmals gesehen und habe ehrlich gesagt keine Ahnung was das ist. Das muss ich wohl mal googeln. Klar, viele der Bücher, die ich auf dem SuB habe, sind ungelesene Leseexemplare, aber bei denen habe ich kein schlechtes Gewissen. Das sind Vorabbücher, die an jede einzelne Buchhandlung des Landes geschickt wurden. (Mehr oder weniger.) Die wurden eigens dafür gedruckt und keiner weiß, dass gerade ich sie habe. Bei solchen, die ich direkt über den Verlag oder den Autor für mich erhielte, würde mich das schon stören. Da würde mich mein schlechtes Gewissen wahrscheinlich aufessen. 🙂
      LG, m

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    2. Hallo m, hallo Elli 😉
      Den Worten von Elli kann ich mich so nur anschließen….gerade beim letzten Absatz.
      Die Rezensionsexemplare machen bei mir einen Bruchteil der Anzahl von Büchern aus, die ich so im Jahr lese. Für jedes einzelne bin ich dankbar, selbst wenn es hinter den Erwartungen zurückbleibt.
      Den Bloggern wird eine tolle Möglichkeit geboten, aber auch die Verlage profitieren davon. Eine Win-Win-Situation würde ich sagen, die beidseitig genutzt wird, denn ansonsten würde es nicht so viele Aktionen geben, wenn ein Buch neu auf den Markt kommt. Lovelybooks wurde ja schon angesprochen, aber auch so gibt es immer wieder Specials.
      Und auch, wenn wir Bücher zum Thema haben, findet man solche Marketingstrategien in vielen Bereichen des Lebens.
      Andersherum: Es gibt so viele BloggerInnen, die durch ihre Beiträge (Vorschauen, Interviews, etc.) auf Bücher/Autoren aufmerksam machen, auf die man vielleicht allein gar nicht gekommen wäre. Für mich persönlich sind gerade die interessant, die etwas abseits des Mainstreams und dennoch einen zweiten Blick wert sind.
      Liebe Grüße,
      Hibi

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  2. Ach, die Kartons mit den Leseexemplaren … Die haben uns früher auch erreicht. Zumindest so zwei, drei. Aber irgendwie waren ständig Krimis/Thriller drin sowie die Familiengeschichten à la „Sie reist nach XYZ und findet heraus, dass ihre Mutter/Großmutter damals vorm Kriech dies oder das getan hat“. Irgendwann habe ich dann gar nicht mehr nachgeschaut, was im Karton war.

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    1. Hallo, du!
      Ja, ab und an konnte man sich schon wundern. Warum packen sie das oder das Buch in den Karton, wo doch ein anderes viiiiiiel interessanter gewesen wäre? Naja. Leseexemplarkartons war immer unser Highlight gewesen. Der DPD-Mann hat diese Etiketten immer gleich bei uns abgeliefert, bevor er die „unwichtigen“ zum Lager gefahren hat. 🙂
      LG, m

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