Allgemein

„Veronika beschließt zu sterben“ Filmrezension

Titel: Veronkia beschließt zu sterben
Originaltitel: Veronika decides to die
Erscheinungsjahr: 2009
Produktionsland: USA
Regisseur: Emily Young
Drehbuch: Paulo Coelho, Larry Gross
Musik: Murray Gold
Länge: ~ 103 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Darsteller: Sarah Michelle Gellar, Jonathan Tucker, Melissa Leo, David Thewlis, Rena Owen

Handlung: Die 27-jährige Veronika ist vom Leben gelangweilt. Sie ist hübsch, hat einen gut bezahlten Job und lebt in New York. Doch eines Tages beschließt sie, sich das Leben zu nehmen. Sie nimmt eine Überdosis an Medikamenten. Doch Veronika wird gefunden und überlebt den Suizidversuch. Als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich in der Psychiatrie Villette wieder, wo man ihr sagt, dass ihr Herz von der Überdosis einen Schaden davongetragen habe und sie innerhalb weniger Wochen sterben werde. Fortan lebt Veronika in der Klinik das Leben einer Verrückten und beginnt eine emotionale Bindung zu einem jungen Mann namens Edward. Langsam, aber sicher beginnt Veronika sich wieder mit dem Leben anzufreunden – im Bewusstsein, dass sie bald sterben wird.

Meinung:  Ich mag das Buch von Paulo Coelho. Mir gefallen die Thesen, die er aufstellt, auch wenn ich manche davon wirklich für Blödsinn halte. Mir gefällt die Idee, die dahinter steckt und die einzelnen Figuren. Trotzdem fehlte mir etwas. Mir fehlte Leben. Lebendigkeit, die ich im Film zu finden hoffte. Also habe ich mir den Film angeschaut.

Der Schauplatz der Geschichte wurde von Ljubljana nach New York verlegt und entzieht hier schon mal einen oft genannten Punkt, der im Buch immer wieder breitgetreten wird – nämlich, dass offenbar keiner weiß, wo Slowenien eigentlich liegt. Dies ist einer der wenigen Punkte, die mir aufgefallen sind. Generell finde ich allerdings, dass der Film sehr nah an der Vorlage dran bleibt. Klar, wurden manche Dinge gestreckt und andere angepasst, damit sie zum Film passen. Ich denke aber, dass das Kernthema sehr gut umgesetzt worden ist.

Es ist ein Film über das Leben und die Lust es zu leben. Der Film zeigt sehr anschaulich alle Seiten des Lebens. Und des Verrückt-seins. Und dass man vielleicht nur seinen Blickwinkel ändern muss.

Kulisse und Bild sind sehr gut gewählt. Alles wirkte irgendwie beruhigend auf mich. Friedlich. Es war fast so, als hätte die teilweise unwirkliche Stimmung sich auf mich übertragen. Das haben die Filmemacher auf jeden Fall gut hinbekommen.

Auch die Darstellung der Schauspieler war grandios. Vor allen Dingen Sarah Michelle Gellar zeigt, dass sie mehr ist als eine Scream Queen. Ich habe ihr Veronika ohne zu zögern abgenommen. Auch Jonathan Tucker, Melissa Leo und David Thewlis waren hervorragend in ihren Rollen.

Weil ich ein großer Fan von Filmmusik bin, rate ich euch, dem Score des Films – für die Filmmusik zeichnet sich Murray Gold verantwortlich – Beachtung zu schenken. Besonders das Klavierstück „Recital in the Night“ hat es mir angetan. Die Musik macht den Film gleich noch einmal um eine Spur lebendiger als das Buch – logisch, oder? 😉

Ich habe in dem Film die Lebhaftigkeit und Lebendigkeit gefunden, die das Buch ein wenig vermissen ließ. Klar, das Thema und überhaupt diese Art von Film ist nicht jedermanns Geschmack. Ich vertrage solche Film auch nur in begrenzten Dosen. Aber er regt zum Nachdenken an, unterhält und die wenig mehr als eineinhalb Stunden kamen mir nicht vergeudet vor. Wenn euch dieses Thema interessiert, ihr euch fragt, ob der Film nach Lektüre des Buchs lohnend ist oder ihr euch einfach nur fragt, ob ihr vielleicht verrückt seid, dann kann ich euch den Film auf jeden Fall empfehlen.

Advertisements

9 Kommentare zu „„Veronika beschließt zu sterben“ Filmrezension

    1. Der Soundtrack ist großartig, oder? Ich bin ein großer Fan von Filmmusik. Momentan höre ich das Lied gerne, wenn ich abends ganz allein im Büro hocke und es draußen schon stockfinster ist. 🙂
      LG, m

      Gefällt mir

      1. Ich liiiiiebe Einaudi! Allen voran „Giorni dispari“, „Password“ und „Divenire“, um nur einige zu nennen. Yiruma darf man auch nicht vergessen. Oder die Piano Guys. 😉

        Gefällt mir

  1. Gerade eben wollte ich ein Bildersuchrätsel auf meinem Blog (in einem alten Post) aufgeben, aber ich glaube, nach deinem letzten Kommentar kommst du zu schnell auf die Lösung.^^

    Gefällt mir

Lust auf ein nettes Gespräch?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s