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Rezension „Die Widerspensigkeit des Glücks“

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Titel: Die Widerspenstigkeit des Glücks
Originaltitel: The Storied Life of A.J. Fikry
Autor: Gabrielle Zevin
Verlag: Diana Verlag
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 288
ISBN: 978-3-453-35862-1
Format: Taschenbuch

Inhalt: A.J. Fikry hat den besten Job der Welt – Buchhändler. Und trotzdem ist sein Leben nicht mehr das, was es einmal war. Kein Wunder, dass er unglücklich ist. Bis eines Tages ein kleines verlassenes Mädchen in seiner Buchhandlung sitzt, das sein Leben von diesem Tag an ziemlich auf den Kopf stellt…

Meinung: Dieses Buch schlummerte eine Weile in meinem Regal vor sich hin, bis ich es letzte Woche zur Hand genommen habe. Und als ich es dann aufgeschlagen habe, wusste ich, dass ich es von der ersten Seite an lieben würde – es beginnt nämlich mit einer Referenz an Roald Dahl. Ich glaube, ich habe schon mehr als einmal betont, dass Roald Dahl mein Lieblingsautor ist. Ihr seht also, das Buch war sich meiner Liebe gewiss.
Das Buch ist im Präsens geschrieben, worüber ich auf den ersten Seiten immer wieder gestolpert bin. Es dauerte seine Zeit bis ich mich daran gewöhnt hatte. Gewöhnungsbedürftig war übrigens auch der Schreibstil. Er wird von kurzen Sätzen dominiert, die zwar etwas abgehackt wirken, dem Buch allerdings auch einen eigenen Rhythmus geben.
Die Figuren sind bunt und unterschiedlich und sehr liebenswert. Ich habe mir A.J. immer ein bisschen wie Woody Allen vorgestellt, obwohl er laut dem Buch eigentlich ein um die 40-jähriger mit indischen Wurzeln sein soll. (Mein Gehirn sagte trotzdem Woody. Lambiase sah für mich ein bisschen aus wie Danny Akroyd. Und Amy war vielleicht Helen Hunt. Im Grunde also „Im Bann des Jadeskorpions“ ohne Hypnose und dafür mit Büchern. 😉 )
Wir begleiten A.J. fast zwanzig Jahre lang durch alle Höhen und Tiefen. Das Buch ist teilweise fröhlich und lustig, dass ich laut Glucksen musste und zum Teil so traurig, dass ich am Ende des Buches echte Tränen weinte und dafür von meinem Chef ausgelacht wurde. So sehr hat mich dieses Buch emotional gefordert. Das sagt einiges aus, finde ich.
Im Grunde ist es aber ein Buch über die Liebe: die Liebe zu Büchern, die Liebe zu einem kleinen Mädchen, die Liebe zu einer Frau, die Liebe zu einem Ort. Es ist teilweise verträumt und romantisch, traurig und rührend, schön und sanft. Es hat mich gefühlsmäßig auf eine Achterbahnfahrt mitgenommen und mich gefesselt, mich an meiner Unterlippe nagen lassen und mir außerdem Bücher vorgeschlagen, die ich lesen könnte. (Die entsprechen zwar meist nicht meinem Geschmack, aber ich mochte die Idee und habe mir die vorgeschlagenen Bücher gerne einmal angeschaut.)
Es ist keine Heile-Welt-Geschichte. Es ist ganz einfach ein Teil des Lebens von A.J. Fikry, der eine Buchhandlung besitzt. Vielleicht wollt ihr ihn ja auch eine Weile begleiten.

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5 Kommentare zu „Rezension „Die Widerspensigkeit des Glücks“

  1. Also ich glaube, dass ich das als nächstes lesen werde. Mit Gregor hattest du mich überzeugt und es hat mir gefallen. „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ habe ich auch schon ein paar Monate ungelesen im Regal zu stehen und in letzter Zeit denke ich öfter an dieses Buch. Deine Rezension ist also das Zeichen für mich, es endlich zu lesen. 😀

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