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Rezension „Gregor und die graue Prophezeiung“

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Titel: Gregor und die graue Prophezeiung
Originaltitel: Gregor the Overlander
Autor: Suzanne Collins
Verlag: Oetinger
Seitenanzahl: 304
ISBN: 978-3-8415-0002-1
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch

Inhalt: Während eines brütend heißen Sommers entlastet Gregor seine Mutter, indem er auf seine kleine Schwester Boots aufpasst und die Wäsche erledigt. Dass er und Boots durch einen Schacht im Wäschekeller fallen war allerdings nicht Teil des Plans. Und so finden sich Gregor und die zweijährige Boots im Unterland wieder, einer dunklen Welt meilenweit unter New York. Hier gibt es eine ganze Zivilisation mit seltsam blassen Menschen, die auf riesigen Fledermäusen reiten, große Kakerlaken, die Boots sofort in ihr Herz schließt und drei Meter große Ratten. Außerdem gibt es da auch noch die „Graue Prophezeiung“, die besagt, dass ein Krieger kommen und sie alle retten wird. Und alle scheinen davon überzeugt zu sein, dass der elfjährige Gregor dieser Krieger ist…

Meinung: Hm, woher kennen wir nur diesen Namen. Suzanne Collins, Suzanne Collins… Ja, ganz genau, Leute. Suzanne Collins hat uns „Die Tribute von Panem“ gebracht. Dass sie zuvor fünfbändige Reihe „Die Chroniken des Unterlands“ geschrieben hat, scheint so gut wie niemand zu wissen. Diese Reihe ist ziemlich unbekannt und nicht wirklich gefeiert – völlig zu unrecht!
Es ist ein großartiges Buch in Suzanne Collins angenehmen Stil. Die Geschichte des elfjährigen Gregor, der versehentlich ins Unterland gerät und dort in einen Krieg verwickelt wird, an dem er eigentlich gar nicht interessiert ist…ach, es ist toll. Ich weiß gar nicht, wie ich mein Schwärmen in Zaum halten soll.

Suzanne Collins hat wirklich ein Talent dafür glaubhafte, starke Charaktere zu erschaffen, die in ihrer Art alle so unglaublich unterschiedlich und vielschichtig sind, dass es eine wahre Freude ist. Die ganze Idee des Unterlands und der dort hausenden Kreaturen ist wunderbar umgesetzt und man merkt, dass die Autorin sich Gedanken über einzelne Prozesse und Hintergründe gemacht hat. Teilweise habe ich Erklärungen für Dinge gefunden, an die ich niemals gedacht hätte, die aber absolut logisch sind, was das Unterland noch viel realer erscheinen lässt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es eine ganze Zivilisation unterhalb New Yorks geben könnte.

Von „Die Tribute von Panem“ wissen wir, dass die Autorin nicht zimperlich ist, wenn es darum geht, gute und böse Charaktere um die Ecke zu bringen. Im wahren Leben macht der Tod auch keinen Unterschied zwischen den Menschen und das hat die Autorin auch in diesem Buch ohne zu zögern umgesetzt. Das ist es allerdings auch, was mich an der Altersempfehlung von zehn Jahren zweifeln lässt. Aber okay.

Einziges Manko an dem Buch, das ich hier aufzählen muss, ist, dass mir das Ende fast zu schnell kam. Das ganze Buch dreht sich um die Prophezeiung, die auf die eine oder andere Weise erfüllt werden muss und um den Weg, den die Charaktere gehen, um diese wahr zu machen. Es wird Spannung aufgebaut und aufgebaut und aufgebaut, bis man es gar nicht mehr aushalten kann und am Sessel schon nach ganz vorne gerutscht ist. Der Höhepunkt kam auf drei Seiten und das war es dann. Es war vorbei, bevor ich es mitbekommen habe und musste noch einmal zurückblättern, um zu überprüfen, ob ich vielleicht etwas übersehen hatte. Das hat mich dann an dem Buch doch ein bisschen verwirrt. Ich kann hier aber anmerken, dass das nur in diesem ersten Buch der Fall ist und die Reihe immer besser und besser wird.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es hat großartige Charaktere, jede Menge Spannung und Action und eine fantastische Welt, die ich gerne mal für ein paar Stunden besuchen würde. Das sagt doch schon alles, oder?

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8 Kommentare zu „Rezension „Gregor und die graue Prophezeiung“

  1. Huhu,
    stimmt, diese Reihe scheint fast völlig unbeachtet zu sein… leider auch (teilweise) von mir. Dieses Buch liegt nämlich schon eine halbe Ewigkeit auf meinem SuB. *schäm* 😉
    Liebe Grüße,
    Mella

    Gefällt 1 Person

  2. Ich liebe die Gregor Reihe!!! Und ich kannte die Bücher sogar schon vor den Tributen 😉 ich hab mir sogar die Panem Reihe nur aufgrund dessen gekauft, weil ich die Gregor Reihe schon kannte, die hab ich damals meinen Kindern vorgelesen! Hab sogar das Hörspiel dazu – und ich höre sonst nie Hörbücher 😀
    Die sind wirklich toll und es freut mich, dass du es auch gelesen hast. Denn du hast recht: die sind noch viel zu unbekannt!!!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    Gefällt 1 Person

    1. Ich weiß, schrecklich, dass nicht jeder dieses Buch unbedingt haben muss, weil es keiner kennt! Ich habe die ersten drei Teile schon hinter mir, fehlen nur noch zwei. Oh, es wird bestimmt traurig, wenn es dann vorbei ist und ich keine neuen Geschichten von Gregor und Boots und Luxa und all den anderen mehr lesen kann…
      LG, m

      Gefällt mir

  3. Huhu! 🙂
    Ich habe letzte Woche den ersten Gregor-band angefangen zu lesen. Muss aber jetzt erstmal „Spiel der Zeit“ schnell zu Ende lesen und dann gehts damit weiter. Aber ich hatte schon ca. 8 oder 9 Kapitel gelesen und war ganz gebannt. Ich möchte ganz schnell wieder ins Unterland. 🙂
    Liebe Grüße!

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