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Tschiiiskäik

Hallo, Leute!

Letzten Sonntag hatten meine Freundin Bebihasi und ich eine große Aufgabe vor uns. Schon vor gut einem Jahr haben wir beschlossen „uns unbedingt nächste Woche zu treffen, um den absolut unglaublichsten Käsekuchen der Welt zu backen“. Hrmpf. Äh, ja. Genau. Nach gut einem Jahr haben wir es jetzt letzten Sonntag endlich geschafft uns in meiner Küche zu treffen und den weltbesten Käsekuchen zu kreiren.

Ich will ehrlich mit euch sein, Leute – ich bin eine ganz passable Köchin, aber eine mieserable Kuchenbäckerin. Ich bin diejenige, die es geschafft hat, dass ein Schokokuchen im Rohr überging und das, obwohl sie vergessen hatte, das Backpulver in den Teig zu rühren. Schon allein deshalb soll dieser kleine Erfolg im Internet verewigt werden. Und gerade weil ich nicht gut backen kann (und außerdem im Gegensatz zu Bebihasi sechs Tage die Woche arbeite), verstehe ich nicht ganz, warum sie mich losgeschickt hat, um die Zutaten einzukaufen. (Vielleicht, damit ich mich schon mal im Vorfeld damit vertraut machen und eine Beziehung zu den einzelnen Lebensmitteln aufbauen konnte, um ein besseres Ergebnis zu erziehlen. Man weiß es ja nicht. 😉 )

Am Sonntag standen wir dann also in meiner Küche, haben das Rezept rausgeholt, die Zutaten zurecht gelegt und los ging’s. Okay, nicht ganz sofort – schon beim Ausräumen des Kühlschanks ist aufgekommen, dass ich ganz offensichtlich den Frischkäse vergessen hatte. Ja, ich weiß. Dämlich. Wir sind also noch einmal los zur Tankstelle, haben den Frischkäse geholt und dann ging es aber wirklich los.

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Das ist das Rezept. Wie ihr seht, ist es ein „Cheesecake“-Rezept. Aber ja, unsereins sagt Käsekuchen dazu. Der kleine Kerl in der Mitte ist Hubert. Bebihase und ich haben ihn damals von unserer Chefin bekommen. Wir haben sowas wie geteiltes Sorgerecht. Allerdings verbringt er mehr Zeit bei Bebihase.

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Absolut genialer Boden aus Vollkornkeksen. Das ist wahrer Kuchenboden, Freunde. Keine Diskussion.

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Die Masse. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob die auch wirklich so ausschauen hätte sollen. Bebihasi hat es beim letzten Ei geschafft, das Dotter ins Eiweiß fallen zu lassen. Der Schnee wurde nicht recht steif. Aber das kann schließlich jedem mal passieren.

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Mit Beeren belegt und fertig, um ihn für eine Stunde in den Ofen zu schieben. Schaut gut aus, oder? 😀

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Kuchen im Rohr. Ja, er ist ziemlich aufgegangen. Könnte theoretisch daran liegen, dass ich vergessen habe, die Speisestärke in den Teig zu geben. Etwas, das ich mir jetzt übrigens den Rest meines Lebens anhören kann.

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Kuchen aus dem Rohr draußen und nach dem Ruhen. Jetzt musste er nur noch abkühlen. Er stand noch ein bisschen auf dem Herd rum, bevor wir ihn auf den Balkon getragen haben. Dort ist er ziemlich schnell abgekühlt. War ja auch schon ziemlich kalt draußen.

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TA-DAAAA! Das war er, der fertige Kuchen. Ich muss sagen, das Foto wird dem echten Kuchen in keinster Weise gerecht. Ich habe ungefähr zwanzig Fotos von dem Kuchen geschossen, allerdings ist keines besonders gut geworden. Aber lasst euch sagen – das ist definitiv der beste „Tschiiiskäik“ der Welt geworden. Ich weiß, keine große Leistung im Angesicht von Quantenmechanik und Atomspaltung, aber eine ziemliche Leistung für mich. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für mich, oder so.

Tja, jetzt wisst ihr, was ich letzten Sonntag so getrieben habe. Ich hoffe, euch hat dieser kleine Einblick in mein Leben gefallen. Und der Kuchen war auf jeden Fall himmlisch. Ein richtig guter Beeren-Tschiiiskäik eben. ❤

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6 Kommentare zu „Tschiiiskäik

  1. Hey, danke für den Hinweis. 🙂
    Ich finde den Kuchen gut gelungen, bin auch der Meinung, dass das als wahrer Kuchenboden durchgeht, und begeistert von Hubert. Sehr süß. 😉
    Kannst gern das nächste Mal, wenn ihr sowas veranstaltet, auch wieder davon berichten.
    LG

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    1. Dankeschön! 🙂 Wir hatten auch viel Freude mit dem Ding. Es ist allerdings kein rosa Glitzerkuchen draus geworden. Mit den ganzen Beeren drauf wäre das einfach zu viel gewesen. 🙂
      Schönen Abend noch!

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  2. Mein Gott, wie lange ich jetzt gebraucht habe, um zu erraten, was ein Tschiiiskäik ist… 😀 😀 runter scrollen hätte geholfen haha.
    Ich backe ja nicht so gern, aber ich liebe es, wenn mein Freund backt. 😀
    Sieht toll aus der Kuchen, würde ich jetzt auch zugreifen hehe.

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    1. Der Kuchen war köstlich. Ich bin echt keine gute Kuchenbäckerin, aber der war echt gelungen. Beim Backen kann man nicht so improvisieren und das ist es vermutlich, was meine Kuchen immer misslingen lässt.
      Jaja, der Tschiiiskäik. Das nächste Mal wollen wir den mit Limette probieren, dafür braucht man fast ein Kilo Frischkäse. 😀

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  3. Ich hab auch erst beim letzten Tschiiiskäik gerafft was es bedeutet….man muss es halt mal richtig lesen…hahah…Eurer Kuchen sieht sehr gut aus…ich liebe es zu backen….aber derzeit alles auf Eis gelegt…oder einfach weg gepackt….Ich kann mich noch daran erinnern wie ich das Wunder meines ersten Käsekuchens bestaunt habe….schön, dass ihr soviel Spass hattet und es auch noch geschmeckt hat….

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