Rezension „Louisiana Longshot“

Louisiana Longshot

Titel:Louisiana Longshot
Autor:Jana DeLeon
Sprache:Englisch
Verlag:NLA Digital, LLC
ISBN:9780985003708
Format:ebook

Inhalt:CIA Assassin Fortune Redding is about to undertake her most difficult mission ever – in Sinful, Louisiana.With a leak at the CIA and a price on her head by one of the world’s largest arms dealers, Fortune has to go off grid, but she never expected to be this far out of her element. Posing as a former beauty queen turned librarian in a small, bayou town seems worse than death to Fortune, but she’s determined to fly below the radar until her boss finds the leak and puts the arms dealer out of play.Unfortunately, she hasn’t even unpacked a suitcase before her newly-inherited dog digs up a human bone in her backyard. Thrust into the middle of a bayou murder mystery, Fortune teams up with a couple of seemingly-sweet old ladies whose looks completely belie their hold on the little town. To top things off, the handsome local deputy is asking her too many questions. If she’s not careful, this investigation may blow her cover and get her killed.Armed with her considerable skills and a group of old ladies referred to by locals as The Geritol Mafia, Fortune has no choice but to solve the murder before it’s too late.
Meinung:„Louisiana Longshot“ ist nicht mein erstes Buch von Jana Deleon und als bekennender Fan von Cosy Mysteries schien es mir nach Lesen des ansprechenden Klappentextes ganz natürlich, dieses Buch zu lesen.
Die Idee des Buches ist gar nicht schlecht. Eine knallharte CIA-Auftragskillerin, auf deren Kopf ein Preisgeld ausgesetzt wird und die aufgrund eines Maulwurfs im Büro komplett vom Radar verschwinden muss. Die Identität einer ehemaligen Schönheitskönigin und Nichte einer kürzlich Verstorbenen annehmend, landet Fortune Redding jetzt unter dem Namen Sandy-Sue Morrows in einem kleinen Städtchen im Louisiana Sumpf und findet natürlich noch am selben Abend einen Toten in ihrem Garten.
So weit so gut. Ich konnte mich gut mit dem Plot anfreunden und auch der Schreibstil war angenehm zu lesen und hat für so manchen Lacher auf meiner Seite gesorgt.
Die Umgebung, in der die Geschichte spielt, ist durchaus „exotisch“. Wir haben es mit den Sümpfen Louisianas zu tun, mit Alligatoren und dem brackigen Wasser des Bayous. Diese Umgebung hat mir sehr gefallen, auch wenn es dem ganzen Buch eine etwas alte und heruntergekommene Atmosphäre gibt.
Und jetzt kommt das dicke, fette ABER: Anders als bei anderen Büchern der Autorin konnte ich mich überhaupt nicht mit den Hauptfiguren anfreunden. Fortune war zwar an und für sich eine starke Protagonistin, hatte mir aber zu viele Fehler. Hier spreche ich nicht von Charakterfehlern, sondern eher davon, dass sie teilweise anders reagierte als ich das von ihr, nach allem, was man über diesen Charakter bereits erfahren hatte, erwartet hätte. Manches war einfach nicht logisch. Zum Beispiel kann mir niemand erzählen, dass Fortune Redding, eine ausgebildete CIA-Agentin mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, ohne zu zögern zwei alten Damen, die sie gerade erst kennen gelernt hat, hilft, einen Mord zu vertuschen. Das passte gar nicht hinein. An manchen Punkten habe ich mich wirklich gefragt, ob die Autorin ihre Figuren überhaupt kennt.
Ida Belle war mir unsympathisch und irgendwie emotionslos. Gertie mochte ich von den dreien noch am liebsten, ich kann mir aber auch nach Ende des Buches immer noch nicht vorstellen, wie sie da wirklich reinpasst. Sie ist nicht so knallhart wie Ida Belle und niemand kann mir erzählen, dass jemand so gut schauspielern kann.
Die unwichtigeren Figuren hingegen mochte ich schon. Walter und Ally und Bones, sogar Deputy Carter Leblanc, auch wenn der ein wenig nervig war.
Da die Geschichte von Fortune aus der ersten Person erzählt wird, werden die Figuren, denen sie begegnet, aus so beschrieben, wie eine Auftragskillerin potentielle Bedrohungen wahrnimmt. Größe, Gewicht, Schwachpunkte. Das war eine völlig neue Art, Figuren kennen zu lernen, die mir erstaunlich gut gefallen hat. Das Aussehen des Charakters wird hierbei zwar nicht zu genau beschrieben, aber es ist neu und anders und war deshalb okay.
Alles in allem bedauere ich zwar nicht, dass ich das Buch gelesen habe, aber es hat mich auch nicht dazu gebracht, die Reihe weiter verfolgen zu wollen. Die Schwachstellen, die das Buch hat, sind für mich zu gravierend, als dass ich es in den Himmel loben könnte und ich sage euch ganz ehrlich, dass ihr das Buch nicht unbedingt lesen müsst. Wenn ihr Fans von Cosy Mysteries seid, dann empfehle ich euch auf jeden Fall ein anderes Buch, auch wenn man der Autorin zugestehen kann, dass die Idee, die hinter dem Buch steckt neu und spannend ist.

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