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Der Umzug

Mir tut alles weh. Die Schultern, die Arme, die Finger, die Handflächen, die Beine, die Waden. Ich bin voller blauer Flecken und Schnitte und komme mir generell so vor, als wäre ich verprügelt worden.

Der Umzug in die neue Wohnung ging in strömendem Regen über die Bühne. Ehrlich gesagt war ich recht froh darum, da die neue Wohnung im zweiten Stock ist (ohne Lift) und der Regen ein wenig Abkühlung verschafft hat. Andererseits hat es auch bedeutet, dass wir die Möbel und Kisten und Kartons nicht am Boden abstellen konnten und jeder schön warten musste, bis der Vordermann seine Sachen im Wagen abgestellt hat.

Der Sprinter, den wir ausgeliehen haben, war riesig. Mindestens sieben Meter lang und ungefähr drei Breit. Das größte Auto, das kein LKW ist, das ich je gesehen habe. Wir haben die Möbel meiner Freundin reingepackt, sind in meine (alte) Heimatstadt gefahren, haben das Zeug in ihrer neuen Wohnung ausgeladen, sind in meine Wohnung gefahren, haben da alles eingeladen und sind wieder zurück gefahren. Bei der Rückfahrt hatten wir vorne in der Fahrerkabine nicht genug Platz, also saß ich hinten zwischen meinen Möbeln. (Psssst! Nicht weitersagen…) Ein Erlebnis, das ich nicht nochmal brauche, ganz ehrlich. Wer auch immer Kreisverkehre erfunden hat, ich habe ihm in dem Moment, als ich da hinten drin saß, die Pest an den Hals gewünscht.

Wir haben übrigens alles auf einmal in das Auto bekommen. Mein gesamtes Leben passt in gut und gerne zwanzig zur Hälfte befüllten Kartons. Es gibt übrigens nur ein einziges Möbelstück, das wir nicht in den Sprinter bekommen haben. Es war zu sperrig und auch im auseinander geschraubten Zustand nicht gut zu transportieren. Also haben wir es noch in der alten Wohnung stehen lassen. Wir hätten es wohl später holen können, wäre uns nicht die Zeit davon gelaufen. Wir mussten den Wagen zurückbringen. Wisst ihr von welchem Möbelstück ich spreche? Ihr werdet lachen: das Ding, das jetzt noch in der alten Wohnung rumsteht, ist mein Bücherregal. Irgendwie ironisch, oder? Es steht noch immer an der gleichen Stelle, an der es sonst auch immer gestanden hat. Es sieht aus wie ein Gerippe, leer und abgenagt, ohne Bücher, die es befüllen und ihm eine Daseinsberechtigung und einen Lebenssinn geben. Glücklicherweise hat sich mein Bruder unser erbarmt und holt es heute Abend mit seinem Kombi ab und bringt es mir. Dann kann ich endlich die restlichen Kisten ausräumen und mir wieder einmal ein neues System ausdenken, wie ich meine Bücher in diesem geliebten weißen Regal einsortiere. Ich freue mich schon richtig darauf.

Eigentlich wollte ich euch noch ein Beweisfoto anfügen, aber leider habe ich keine Ahnung in welcher Kiste meine Kamera rumfliegt. Schade eigentlich, die ganzen Kartons mit Büchern haben irgendwie eindrucksvoll ausgesehen. 🙂

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