Allgemein

Rezension “Grimm”

Grimm

Titel: Grimm

Autor: Christoph Marzi

Verlag: Heyne

Seitenanzahl: 560

ISBN: 978-3453266612

Inhalt: Der Tag fängt nicht gut an für die siebzehnjährige Vesper Gold. In der Schule gibt es wieder Ärger, und ihre Mutter, eine weltberühmte Pianistin, hat einmal mehr keine Zeit für ihre temperamentvolle Tochter. Auch der schwere Sturm, der über Hamburg tobt, trübt Verspers Stimmung. Doch all das ist mit einem Mal unwichtig: Aus der Zeitung erfährt sie, dass ihr geliebter Vater im fernen Berlin unter rätselhaften Umständen gestorben ist. Wenig später stirbt auch Vespers Mutter, und plötzlich ist Vesper ganz allein auf der Welt. Einzig die Erinnerung an eine glückliche Kindheit, als ihr Vater ihr und ihrer großen Schwester Geschichten erzählte, ist ihr geblieben – und ein uralter goldener Schlüssel. Auf einmal geschehen immer unheimlichere Dinge in der Stadt: Märchenwesen werden lebendig, Wölfe tauchen auf und Kinder fallen in tiefe Träume. Auf der Suche nach Antworten trifft Vesper den geheimnisvollen Leander. Gemeinsam wollen sie das düstere Rätsel lösen. Doch die Zeit läuft, denn nur wenn sie herausfinden, was damals zu Zeiten der Brüder Grimm geschah, kann die Gegenwart gerettet werden …

Meinung:

Es fällt mir schwer, dieses Buch in Worte zu fassen. Ich kann es  nicht wirklich benennen oder in eine Schublade stecken. Es ist nicht kalt oder düster. Es ist nicht warm und zauberhaft. Es ist mehr wie…es ist so als würde man, nachdem man im ärgsten Schneesturm durch die Straßen der Stadt gewandert ist, endlich im Windschatten draußen vor der heimatlichen Haustür stehen und den Schlüssel ins Schloss stecken. So in etwa fühlt sich dieses Buch an. Nicht warm, aber auch nicht mehr ganz so eiskalt.

Ich mochte die Figuren. Sie sind so unterschiedlich und passen vielleicht gerade deswegen gut zusammen. Wirklich jede Figur hat eine Geschichte, was sie alle sehr real wirken lässt. Überhaupt kam mir alles sehr real vor. Manchmal zu real. An manchen Punkten hätte ich mir ein bisschen mehr von dem “Und sie leben glücklich bis ans Ende aller Tage”-Gefühl gewünscht, das man hat, wenn man ein Märchen fertiggelesen hat.

Der Autor hat vielen der Märchen, die wir kennen und lieben, einen neuen Mantel umgelegt und lässt sie uns durch andere Augen betrachten. Manche waren sogar so verzerrt, dass meine Fantasie nicht ausgereicht hat, um mir das alles bildlich vorzustellen. Das gilt für Beschreibungen der Mythen oder für ganze Sätze. Ich musste das Ende mehrmals lesen, um wirklich zu begreifen, was da denn jetzt wirklich geschehen ist. Die Umgebungsbeschreibung allerdings, die sind so klar und deutlich, dass ich, die ich noch nie in Hamburg oder im Harz war, mir alles gut vorstellen konnte.

Alles in allem ist “Grimm” ein tolles Buch, auch wenn es mich traurig und nachdenklich stimmt, jetzt da ich es zu Ende gelesen habe.

One thought on “Rezension “Grimm”

Let's chat!

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.